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Rennsportfotografie |
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Haben Ihnen die Rennbilder bis jetzt auch so gut gefallen? Haben Sie Lust bekommen, sich auch einmal den Herausforderungen der Highspeedfotografie zu stellen? Dann wird Ihnen der heutige Fototipp sicherlich ein paar wichtige Anregungen liefern.
Was macht ein erfolgreiches Rennbild aus? Nun, das Motiv sollte trotz seiner Bewegung erkennbar scharf abgebildet sein und dennoch soll die Geschwindigkeit zum Ausdruck kommen. Wer einfach nur auf ultrakurze Verschlußzeiten setzt, wird beim Sichten der Bilder eine gewisse Ernüchterung verspüren. Zwar mag das Motiv tatsächlich scharf eingefroren sein, aber wo ist die Dynamik, wo die Action geblieben? Das (bspw.) Motorrad scheint zu parken und der Fahrer ein Meister der Balance zu sein, da er erstaunlicher Weise nicht umfällt. Das Mittel der Wahl lautet daher Mitziehen – der Fotograf bewegt sich während des Verschlußablaufes mit derselben Geschwindigkeit wie sein Motiv in dessen Richtung mit. Hierdurch wird das sich bewegende Motiv scharf abgebildet, da es sich in Relation zur Kamera streng genommen nicht bewegt hat (bis auf die Reifen, die drehten sich natürlich weiter). Der Hintergrund, der sich faktisch nicht bewegte, wird durch das Mitziehen der Kamera verschwommen abgebildet – und schon sprüht das Bild vor Dynamik.
Aber wie immer bestätigen auch in der Rennsportfotografie Ausnahmen die Regel. Anhand der Bilder vom Hunderennen können Sie sehen, dass es auch spannend sein kann, wirklich jede noch so kleine Bewegung mit einer kurzen Verschlußzeit einzufrieren. Es wirkt unheimlich dramatisch, das wallende Fell, die flatternden Ohren und jedes angespannte Muskelpaket scharf durchgezeichnet zu sehen und einen Eindruck von der Kraft, die dort wirkt, zu bekommen.
Bevor wir in die Technik gehen, widmen wir uns noch den notwendigen Vorbereitungen. Für das gelungene Bild sind schon im Vorfeld der optimale Standpunkt und die geeignete Ausrüstung zu wählen.
Gelungene, aktionsgeladene Bilder erhalten Sie leichter, wenn Sie die Örtlichkeiten kennen. Sollten Sie die Rennstrecke bereits vorher erkunden können, halten Sie Ausschau nach dem richtigen Standpunkt. Denn Rennen sind, wie es der Name bereits vermuten lässt, schnell, zuweilen sehr schnell und die Rennstrecken selbst meist weitläufig und ehe Sie sich versehen ist das Rennen vorüber, bevor Sie auch nur einen brauchbaren Schuss im Kasten haben.
Woran erkennt der Anfänger eine gute Aufnahmeposition? Am einfachsten daran, dass sich dort bereits zahlreiche Kollegen postiert haben. Naturgemäß eignen sich kurvenreiche Abschnitte, da dort eher Spektakuläres zu erwarten ist, als auf einer langgezogenen Geraden. Zudem sind die Motive dort etwas langsamer unterwegs. Achten Sie darauf, einen möglichst ruhigen Hintergrund einbeziehen zu können, der den Blick des Betrachters nicht von Ihrem Motiv ablenkt.
Bewegt sich das Motiv direkt seitlich zu Ihnen, bietet es sich zum Mitziehen an, ist andererseits aber auch am schnellsten wieder an Ihnen vorbei.
Für die Technik des Mitziehens sind etwas längere Verschlußzeiten notwendig, als Sie anfangs vielleicht vermuten: Starten Sie Ihre ersten Versuche einmal mit 1/300sec. Lassen Sie sich von den anfänglichen Ausschußbildern nicht entmutigen, es braucht seine Zeit, bis Sie die Bewegungsabläufe aufeinander abgestimmt haben. Zum Erfolg Ihrer Bilder trägt ein schnelles Autofokussystem entscheidend bei. Wählen Sie an der Kamera die Betriebsart Continous AF, in der die Kamera das Motiv verfolgt. Wenn Sie das Motiv immer an der selben Stelle passiert, kann die voreingestellte manuelle Fokussierung sicherer sein, da es zu keinen Irritationen des AF Systems kommen kann. Die Belichtung sollte bei konstanten Lichtverhältnissen manuell ermittelt und eingestellt werden, so dass keine Ausreißer durch Reflexe im Chrom oder andere Störflächen entstehen.
Bei den Objektiven sind selbstverständlich Telebrennweiten angesagt. Interessant wird es ab 200mm aufwärts, möglichst mit Ultraschallantrieb ausgestattet wie SIGMA’s HSM Objektive. Eine hohe Lichtstärke bietet entsprechende Reserven bei den kurzen Verschlußzeiten und hilft, den Hintergrund in Unschärfe verschwinden zu lassen.
SIGMAs 70-200mm/2,8 EX DG Makro HSM II, 120-300mm/2,8 EX DGH HSM oder auch die Festbrennweite 300mm/2,8 EX DG HSM sind mit Sicherheit eine gute Wahl. Diese Optiken lassen sich problemlos, unter Beibehaltung des Autofokus, mit SIGMA’s Konvertern bestücken. Somit sind Sie in Ihrer Arbeit noch flexibler aufgestellt.
Für den etwas preiswerteren Einstieg in diese Sparte der Fotografie bietet Ihnen SIGMA mit dem 50-150mm/2,8 EX DC HSM II und den neuen 120-400mm/4,5-5,6 DG OS HSM oder 150-500mm/5,0-6,3 DG OS HSM ebenfalls geeignetes, solides Handwerkzeug. Bei den neuen Objektiven verzichten Sie zwar auf die große Lichtstärke, genießen dafür aber die Vorzüge eines Stabilisators. Ein HSM-Antrieb ist auch in diesen beiden Objektiven enthalten.
Zum Abschluss bleibt noch zu sagen, dass Ihnen ein Einbeinstativ das Fotografieren ungemein, ob mitgezogen oder nicht, erleichtert. Eine niedrige Kameraposition ist dienlich, um die Rennobjekte nicht wie Spielzeug, also klein und von oben herab, erscheinen zu lassen.
Lassen Sie sich von Misserfolgen nicht gleich entmutigen, Rennsport ist ein schneller Sport, bleiben Sie am Ball. Auch Profis landen bei weitem nicht mit jedem Schuss ein Treffer. Die digitale Fotografie bietet uns heutzutage die Möglichkeit, so viel auszutesten, so viele Bilder zu schießen, ohne zunächst Kosten für Entwicklungen oder überhaupt Filmmaterial zu tragen. Somit stellen sich bald die ersten Erfolge bei Ihnen ein und das nächste Level, wie zum Beispiel zoomen während des Auslösens, kann angestrebt werden. |
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